TEZENTAO / KARATE - KUNGFU

METHODE



TaiChiChuan

 

 

 

Die Übungseinheit wird dem Alter und Leistungsstand individuell angepasst. Jede Übungseinheit  im DOJO beginnt und endet mit einer Zen- Meditation. Das “Warming-up” und "Cool-up" besteht aus kungfu- spezifischen gymnastischen Übungen und Formen des Yoga, TaiChi und QiGong.

Großer Wert wird gelegt auf die:

—  geistige Einstellung,

—  eine korrekte Körperhaltung,

—  stabilen Stand und

—  Konzentration auf die Mittelachse des Körpers-

 

Die Grundelemente der Formen des  TEZENTAO - Stils sind einfache Angriffs- und Verteidigungs-Kombinationen. Sie werden detailliert und präzise eingeübt. Die Schüler lernen aufeinander aufbauende Katas (Bewegungsabläufe) und Kumites (Partnertechniken) aus der Zusammen- setzung von Grundtechniken.

    • Die erlernten Bewegungen müssen letztendlich völlig mit dem Geist verschmelzen.
    • Jeder Augenblick erfordert die Bereitschaft die Handlung ganz und gar auszuführen, in sie alle verfügbare Energie zu investieren.
    • Der Gegner muss während des Trainings im Geist immer gegenwärtig sein.

 

Geschichte


>Bei einem Spaziergang mit einem Schüler  deutete der ZEN - Meister auf einen Fuchs, der ein Kaninchen jagte.

"Eine alte Fabel sagt, dass das Kaninchen dem Fuchs entkommen wird, " sagte der Meister.

"Nein, " antwortete der Schüler. "Der Fuchs ist schneller."

"Trotzdem, das Kaninchen wird entkommen, " beharrte der Meister.

"Warum seid Ihr so sicher?" fragte der Schüler.

"Weil der Fuchs um sein Mittagessen läuft, das Kaninchen aber um sein Leben," antwortete der Meister.<

 

Die Kampfkunst in Perfektion erlernt man nicht von heute auf morgen:

Schneller lernt man , wenn man den WEG zum Ziel macht!

 

Geschichte

 

>Ein Junge reiste einst quer durch ganz Japan, um die Schule eines berühmten Kampfkünstlers zu besuchen. Als er zum DOJO kam, erhielt er eine Audienz beim Lehrer/Meister.

"Was möchtest Du von mir?" fragte der Meister.

"Ich möchte Ihr Schüler und  der beste Karateka im ganzen Land werden, " antwortete der

Junge. "Wie lange muss man trainieren?"

"Mindestens 10 Jahre," sagte der Meister.

"10 Jahre sind eine lange Zeit, " sagte der Junge. "Was ist, wenn ich doppelt hart trainiere wie alle anderen Schüler?"

"Zwanzig Jahre," antwortete der Meister.

"Zwanzig Jahre! Und wenn ich Tag und Nacht mit aller Kraft übe?"

"Dreißig Jahre, " war die Antwort des Meisters.

"Wie kann das sein, dass es jedes mal länger dauert, je mehr ich mich anstrenge?" fragte der Junge.

"Die Antwort liegt auf der Hand. Wenn ein Auge auf das Ziel gerichtet  ist, bleibt nur  das andere Auge übrig, mit dem Du den WEG finden kannst."<



Es mag heute nicht ganz glaubwürdig klingen, dass die Kampfkünste ursprünglich weder im Geist noch in der Praxis gewalttätig waren. Wenn man die Entwicklung der Kampfkünste betrachtet, wird das allerdings kaum überraschen.

 

Besonders in den folgenden Aspekten wurden die Kampfkünste vom Zen - Buddhismus geprägt:

—  Besänftigung überstarker Gefühle.

—  Gefühle sind in den meisten Situationen des täglichen Lebens schlechte Ratgeber.

—  Ruhiges Akzeptieren des Unvermeidlichen.

—  Selbstbeherrschung in jeder Lebenslage.

—  Bescheidenheit und Gelassenheit.

 

Zahlreiche kampfbetonte "Action"- Filme und Kraftdemonstrationen, wie das Durchschlagen mehrerer Dachziegel, haben den Kampfkünsten aber eine schlechte publicity gegeben. Der japanische Karatemeister Gichin Funakoshi verurteilt dies und meint lapidar, was das solle, da man nach eifrigem Karatetraining vielleicht 5 Dachziegel durchschlagen könne, aber auch jemand ohne Karatetraining ohne weiteres 3 bis 4 Ziegel "schaffe".

 

Kampf- und Kraftdemonstrationen haben nicht das Geringste mit Kampfkunst im eigentlichen Sinn zu tun. Die großen Kampfkunst- Meister würden sich schämen, wenn sie gezwungen wären, ihre Kunst auf der Straße anzuwenden, selbst wenn dies aus einem berechtigten Grund geschehen würde. Von dieser Haltung hört und sieht man in den Medien leider äußerst wenig.

 

Selbstverständlich ist ein starker Körper bei einem Kampf nützlich, selbstverständlich eine gute Technik, aber:

  • Wenn eine starke Technik und ein starker Körper einander im Kampf begegnen, wird die Technik siegen.
  • Wenn ein starker Geist einer starken Technik begegnet, wird es der Geist sein, der siegt, und oft genug dadurch, dass es gar nicht zum Kampf kommt.

 

Mit korrekter Haltung und  einem wachen Geist lassen sich fast immer Möglichkeiten finden, eine direkte Konfrontation zu vermeiden, ohne das Heft aus der Hand zu geben.

 

Geschichte

 

>Einst kam einmal ein Samurei- Schüler zu dem berühmten japanischen Meister der Schwertkunst, Miyamoto Musashi, um bei ihm den wahren WEG des Schwertes zu lernen.

Der Meister nahm ihn als Schüler an. Vom nächsten Tag an musste er auf Geheiß des Meisters Holz herbeischaffen und spalten und von einer fernen Quelle Wasser holen. Und so ging das jeden Tag, ein Jahr lang.

Schließlich hielt er es nicht mehr aus und sprach zu seinem Meister:

"Was ist das eigentlich für ein Training? Seit meiner Ankunft habe ich kein Schwert berührt. Ich verbringe meine Zeit mit tagelangem Holzhacken und Wasser holen. Wann werde ich Eure Unterweisung erhalten?"

"Schon gut", antwortete der Meister. "Ich werde Dich in der Technik unterrichten, wenn Du es wünschst."

Er führte ihn ins DOJO und ließ ihn von morgens bis abends am äußeren Rand der Tatami- Matte laufen, immer rund um die Halle, Schritt für Schritt, ohne einen Fehltritt zu tun.

Also lief der Schüler ein Jahr lang auf dem Rand der Matte entlang. Nach dieser Zeit sprach er wieder mit dem Meister:

"Meister, ich habe Tag für Tag Deine anderen Schüler vor Augen und sehne mich danach, zu üben wie sie. Lehrt mich doch jetzt bitte den wahren WEG des Schwertes!"

"Gut", sagte der Meister, "folge mir."

Er führte ihn weit in die Berge, dorthin, wo ein Baumstamm über eine Schlucht von erschreckender Tiefe führte.

"Nun denn", sprach der Meister, "geh hinüber."

Der Samurei- Schüler verstand nun gar nichts mehr, zögerte vor dem Abgrund und wußte nicht, was er tun sollte.

Plötzlich hörten sie hinter sich -klopf, klopf, klopf - das Geräusch eines Stockes. Ein uralter blinder Mann ging, ohne ihre Anwesenheit zu bemerken, an ihnen vor bei und überquerte mit sicheren Schritten und mit Hilfe seines Stockes die Schlucht auf dem Baumstamm.

Als der Schüler das sah, betrat er ohne zu Zögern den Baumstamm und überquerte die Schlucht.

Da rief der Meister:

"Deine Ausbildung ist beendet. Ein Jahr für den Körper, ein Jahr für die Konzentration auf die Technik, das Laufen, und nun die Begegnung mit dem Abgrund, mit dem Tod. Mehr kann ich Dir nicht beibringen."<